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Artikel

16.05.2025

Sozialistische Frau im Mai: Dolores Ibárruri

Die MFPK stellt jeden Monat eine sozialistische Frau vor. Dieses Mal ist es Dolores Ibárruri:

Dolores Ibárruri (1895–1989) war eine zentrale Figur der spanischen Arbeiterbewegung und des antifaschistischen Widerstands. Geboren am 9. Dezember 1895 in Nordspanien, wuchs sie in einfachen Verhältnissen auf. Ursprünglich strebte sie den Beruf der Lehrerin an, musste dieses Ziel jedoch aus finanziellen Gründen aufgeben und arbeitete zunächst als Näherin und Haushälterin.

Bereits in jungen Jahren begann sie, sich für soziale Gerechtigkeit und die Rechte der arbeitenden Bevölkerung zu interessieren. Durch ihren Ehemann, einen Gewerkschafter, kam sie in Kontakt mit marxistischen Ideen und schloss sich bald der Arbeiterbewegung an. 1920 trat sie der neu gegründeten Kommunistischen Partei Spaniens (PCE) bei.

Unter dem Pseudonym La Pasionaria – „die Leidenschaftliche“ – wurde Ibárruri in den 1930er Jahren zu einer der bekanntesten Rednerinnen der politischen Linken. Ihr leidenschaftlicher Stil und ihre kämpferische Rhetorik machten sie zu einer Symbolfigur des Widerstands gegen Faschismus und Unterdrückung. Berühmt wurde ihr Ausruf „¡No pasarán!“ („Sie werden nicht durchkommen!“), mit dem sie 1936 zum Widerstand gegen die Putschisten unter General Franco aufrief.

Während des Spanischen Bürgerkriegs war sie Mitglied und Vizepräsidentin des Parlaments. Nach dem Sieg der Franquisten 1939 ging sie ins Exil nach Moskau, wo sie die Geschicke der exilierten Kommunistischen Partei weiterführte. 1942 wurde sie zur Generalsekretärin der PCE gewählt – ein Amt, das sie bis 1960 innehatte. Trotz jahrzehntelangen Exils blieb sie eine prägende Stimme der spanischen Linken.

Erst nach dem Tod Francos kehrte Dolores Ibárruri 1977 nach Spanien zurück. Im selben Jahr wurde sie im Alter von 81 Jahren erneut ins Parlament gewählt.

Dolores Ibárruri starb am 12. November 1989 in Madrid. Ihr Lebensweg steht für den unermüdlichen Kampf gegen Faschismus, soziale Ungleichheit und politische Repression – und für eine tiefe Überzeugung, dass Freiheit und Gerechtigkeit nur durch kollektives Engagement erreicht werden können.

 


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