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Publikationen

Europäisches Sozialforum (ESF)

Europäisches Sozialforum (ESF)

"Ein anderes Europa ist möglich!"

Unter dieser Forderung trafen sich viele tausend Menschen vom sechsten bis zum zehnten November in Florenz. Das ESF ist der Versuch eine soziale Gegenbewegung zur Politik der WTO (Welthandels Organisation) und des IMF (Internationale Währungsfond) zu schaffen. Sozialforen soll es überall auf der Welt geben, um mit den Menschen und für die Menschen eine gerechte Globalisierung zu verwirklichen. Mit dem Weltsozialforum in Porto Allegre wurde vor zwei Jahren der Anfang gemacht. Der Sinn ist die friedliche Diskussion und der Erfahrungsaustausch. Jeder kann dort ungefilterte Aussagen und Informationen aus den verschiedensten Ländern bekommen. Es werden Thesen verglichen, heftige Diskussionen geführt und Strategien ausgearbeitet für das weitere Handeln. Hierbei geht es nicht darum, kurzfristig gegen etwas Stimmung zu machen, sondern langfristige gemeinsame Werte und Ziele zu definieren. Die teilnehmenden Menschen sind keine Globalisierungsgegner als welche sie oft in den Medien bezeichnet werden. Sie sind vielmehr gegen die neoliberalen Ausprägungen der momentanen Globalisierung. Jeder von uns weiß, dass ohne die bisherigen globalen Entwicklungen der Kommunikation, und des Transportwesens ein Treffen wie Florenz nicht hätte stattfinden können. Es ist wichtig, dass der Gesellschaft ein globales Gerechtigkeitsbewusstsein entsteht.

Allen Menschen sollte es ein Anliegen sein, dass die weltweite ungerechte Verteilung von Reichtum und die damit verbundene Armut von vielen Menschen beendet wird. Ohne Gerechtigkeit wird es nie Frieden geben. Die Politik muss wieder in die Öffentlichkeit zurück geführt werden, und durch die Bedürfnisse der Menschen und nicht der Großkonzerne bestimmt werden. Dafür sollen die verschiedenen Sozialforen eine internationale Plattform bieten. Das nächste ESF soll nächsten Herbst in Paris stattfinden. Das Weltsozialforum findet jedes Jahr im Januar in Porto Allegre in Brasilien statt. Ein deutsches Sozialforum ist derzeit in Planung.

Die Stimmung auf dem ESF war unbeschreiblich. Das Kongresszentrum in der alten Burg in der historischen Altstadt von Florenz gaben dem ganzen den Rahmen. Von der organisatorischen Seite her war es ein unheimlicher Aufwand und Probleme gibt es immer. Ich verbrachte die erste Nacht in einem ehemaligen Schlachthof, für die die nächsten Nächte bevorzugte ich jedoch das IUSY/ECOSY Camp. Das Camp lag zwanzig Kilometer von Florenz entfernt in Prato und wurde von der "sinistra giovanile" (sg) , der "linken Jugend" Italiens organisiert.

Die Stimmung auf dem ESF war unbeschreiblich. Das Kongresszentrum in der alten Burg in der historischen Altstadt von Florenz gaben dem ganzen den Rahmen. Von der organisatorischen Seite her war es ein unheimlicher Aufwand und Probleme gibt es immer. Ich verbrachte die erste Nacht in einem ehemaligen Schlachthof, für die die nächsten Nächte bevorzugte ich jedoch das IUSY/ECOSY Camp. Das Camp lag zwanzig Kilometer von Florenz entfernt in Prato und wurde von der "sinistra giovanile" (sg) , der "linken Jugend" Italiens organisiert.

Die Seminare, Workshops und Konferenzen handelten von Rechtsradikalismus in Europa, über Parteien und Bewegungen bis zu wie funktioniert Kapitalismus und wie können wir ihn überwinden. Teilweise waren mehrere tausend Teilnehmer bei den Veranstaltungen, manchmal nur zehn. Es gab Synchronübersetzer für spanisch, italienisch, deutsch, englisch und französisch über ausleihbare Infrarotkopfhörer. Oft jedoch gab es Probleme mit der Organisation, so dass es in den meisten Fällen keine deutsche Übersetzung gab, aber wenigstens englisch so gut wie immer. Sehr wenige Italiener sprechen englisch, so dass ich mich teilweise mit Händen und Füssen verständlich machen musste. Die Demonstration am Samstag gegen den Irakkrieg war das Größte, was ich je gesehen habe. Eine Million Menschen gemeinsam auf der Strasse. Da wurde einem erst klar, wie viele Menschen hinter den Delegierten des Forums stehen. In Italien scheint es eine ganz andere Demokultur zu geben. Alle waren auf der Strasse, viele haben getanzt und überall war Musik und Fahnen so weit das Auge reicht. Wir hatten natürlich unsere Falkenfahne dabei und gerieten dadurch in viele nette Unterhaltungen darüber, was und wer wir sind. Sogar in der deutschen Tagesschau war die Fahne kurz zu sehen. Das Abschlusskonzert mit vielen Bands aus ganz Europa gab der ganzen Veranstaltung einen schönen Abschluss. So viele Menschen zu sehen die gemeinsam für eine bessere, andere Welt eintreten, gibt mir sehr viel Energie für die Arbeit hier zu Hause. Ich hoffe das wir nächstes Jahr nach Paris mit einer größeren Delegation fahren und dort gemeinsam unsere Positionen vertreten und unseren Teil zur Entwicklung dieser Bewegung beitragen.

Daniel Dammeier. Bezirk Hannover


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